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In Sydney, um Sydney und um Sydney herum

Ruhige Wochenenden hatten wir in unserem letzten Blogeintrag angekündigt. Nun ja, Australien und Sydney bieten einfach zu viel, um richtig ruhige Wochenenden zu verbringen. Aber die letzten beiden haben wir gut genutzt, um uns mal wieder etwas in Sydney umzuschauen. Dabei trieb es uns mal wieder aufs Wasser hinaus, denn das schöne, wenn auch kalte, Wetter lädt praktisch dazu ein. Wir hatten nur eine Sache nicht bedacht: den Wind. Und dieser kann sehr unangenehme Ursachen hervorrufen! Unsere einmonatige Verlobung haben wir dann doch wieder auf festem Boden gefeiert, dafür aber Ur-Bayerisch: im Löwenbräu! Anschließend haben wir uns einen Abend in der Oper gegönnt mit "My fair Lady"!

Whale Watching - oder ja immer schön den Horizont im Blick haben!

Spontan war unsere Entscheidung. Doreen hatte zu ihrem Geburtstag einen Gutschein für Whale Watching bekommen und wir konnten uns ziemlich frei entscheiden, wann wir diesen einlösen. Das Wetter war schön, wir hatten nichts weiter vor und das Boot legte direkt bei uns im Darling Harbour ab. Eigentlich perfekt für einen vier-stündigen Trip aufs offene Meer hinaus. Doch kaum traten wir vor unsere Tür blies uns ein heftiger Wind entgegen und wir konnten nur ahnen, was uns noch erwarten würde. Etwas beruhigter waren wir, als wir das Boot sahen, denn es war ziemlich gross. Es sollte also einigermassen stabil sein... Nun, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Wind war kalt und wir zogen die wärmsten Jacken an, die wir mit nach Australien gebracht hatten. Im Hafen selbst war alles noch ganz entspannt. Wir genossen den schönen Ausblick und die Sonne mit einer warmen Tasse Tee. Ruhig ging es dahin. Bald konnten wir die Hafenausfahrt erspähen und unsere Ahnung wurde stärker: hohe Wellen mit noch weisseren Schaumkronen rollten an und klatschten gegen die Küste. Durch den Lautsprecher hörten wir, dass es Tabletten gegen Seekrankheit und Spuktüten unter Deck gibt. Doch da war es schon zu spät, um nochmal seinen sicheren Sitzplatz zu verlassen. Die Wellen waren schneller und unsere Achterbahnfahrt begann. Oh je! Aber unsere Mägen hielten noch ganz gut durch, im Gegensatz zu anderen Passagieren, die den grossen Fehler machten, unter Deck zu bleiben, um nicht nass zu werden. Wir sind lieber nass geworden! Den Horizont hielten wir immer fest im Blick, damit wir wenigstens einen ruhigen Punkt hatten, an dem man sich "festhalten" konnte.

Und dann auf einmal waren sie da: fünf Buckelwale auf ihrem Weg nach Norden in wärmere Gefilde! Alle Anstrengungen und Schaukeleinlagen waren vergessen und wir konzentrierten uns nur noch auf diese riesigen, unglaublich faszinierenden Säugetiere. Zunächst sahen wir nur die Fontänen und ein paar graue Rücken. Ganz gebannt starten wir auf das Wasser, um einen Blick zu erhaschen. Es folgten ein paar Schwanzflossen, die sich in die Höhe streckten. Wal müsste man sein, dann würden einem die Wellen nichts ausmachen. Einem Wal schien dann der Wellengang so zu gefallen, dass er zum Sprung ansetzte! Und da war er - uns blieb der Mund offen stehen und wir betrachteten dieses wunderschöne Vieh. Gleich zweimal sprang er aus dem Wasser, um sich dann wieder genüsslich ins Wasser platschen zu lassen. Ein absolutes Highlight!

Doch viele Gäste konnten dieses Schauspiel nicht geniessen, so dass die Crew entschied schon nach zwei Stunden den Cruise abzubrechen. Ein Crewmitglied erzählte uns, was unter Deck los ist und wir waren froh, dass wir draussen waren. Folgender Smilie dürfte alles sagen: . So schaukelten wir also wieder zurück in den sicheren Hafen, ganz hin und weg von dem, was wir trotz hohen Wellen erleben durften. Im Frühling werden wir nochmal rausfahren. Dann kommen die Wale mit ihren Jungen zurück. Hoffentlich sind die Wellen dann nur noch halb so hoch!

Das Löwenbräu - oder endlich mal wieder Weizenbier und Schlager

Nach fünf Monaten in Australien war es soweit: wir wollten mal wieder gutes deutsches Essen und Bier geniessen. So gut das asiatische Essen auch ist, irgendwann brauchten wir eine Abwechslung. Und da Sydney eine grosse Multi-Kulti Stadt ist, darf ein deutsches Restaurant natürlich nicht fehlen. Das Löwenbräu befindet sich direkt gegenüber der Oper in "The Rocks", dem ältesten Stadtteil von Sydney. Gerade haben wir noch auf die Oper geschaut und schon waren wir in Bayern: ein Bayerischer Biergewölbekeller, mit entsprechenden Flaggen, Bedienungen im Dirndl und Masskrügen! Aus den Lautsprechern ertönte Udo Jürgens und das FC Bayern-Lied und es gab alles, was der deutsche Einheimische so braucht: Ziwebelrostbraten mit Käsespätzle und Salat für Flo und Nürnberger Würstchen mit Kartoffelbrei und Sauerkraut für Doreen! Unsere Mägen jubelten! Was war das gut! Dazu gab es natürlich ein schönes Weizenbier. Traumhaft!

Neben uns sass ein australisches Ehepaar mit deutschen Wurzeln, die regelmässig jeden Monat mindestens einmal ins Löwenbräu gehen, denn sie lieben die Atmosphäre und das Bier dort. Er, Dave, trank während unseres Aufenthaltes bestimmt fünf Halbe und sie, Margreth, war bestimmt auch schon bei ihrem dritten. Sie kommentierte dies nur so, dass sie ja noch fahren müsste - mit drei Halben! Es waren bestimmt auch nicht ihre letzten, denn es war Dave's Geburtstag und sie wollten den Abend noch länger dort bleiben! Australier eben!

Vielleicht lag es ja an dem guten deutschen Bier oder daran, dass wir aus Deutschland kamen, aber wir haben uns so gut unterhalten, dass wir nun eine Einladung bekommen haben, das Ehepaar zu besuchen. Sie wollen uns dann mal die richtige australische BBQ- und Bier-Kultur zeigen. Als Dave erwähnte, dass er zwei Harley Davidson besitzt und wir erzählten, dass Doreen einen Motorradführerschein besitzt, war klar, was folgen würde. Genau: eine Einladung zum australischen BBQ an der Central Cost (ca. 1,5 Stunden nördlich von Sydney) mit der Familie und Harley Davidson fahren für Doreen. Der Keller wurde ganz hell, denn so sehr leuchteten ihre Augen! Das ist auch Australien - die Gastfreundschaft ist kaum zu überbieten. Wir sind gespannt!

Opernbesuch - My fair Lady

Einmal in die Oper in Sydney gehen. Diesen Wunsch haben wir uns im Anschluss an das Löwenbräu erfüllt. Wir hatten uns "My fair Lady" ausgesucht, da Flo zumindest schon die Geschichte kannte, denn es trat sehr schnell ein, was wir vorher schon vermuteten: die Akustik war zwar einmalig, aber Theater und Singen in Englisch sind immer noch eine grosse sprachliche Herausforderung. Allerdings wurde es nach einiger Zeit besser und wir konnten das Schauspiel im Opernhaus so richtig geniessen. Wir haben zwar nicht alles verstanden, aber die wichtigsten Ereignisse haben wir begriffen. Es war einfach nur toll. Vielleicht schaffen wir es ja auch noch mal ein Konzert anzuhören, denn dann soll die Akustik noch besser sein!

Weitere Planungen

Nächstes Wochenende werden wir schon wieder kulturell unterwegs sein, denn dann schauen wir uns "Phantom der Oper" an. Unser nächster Blue Mountains Versuch ist auch schon gebucht. Und dann steht endlich unser Urlaub an. Auch dieser ist bis auf wenige Ausnahmen auch schon gebucht: eine Woche Whitsunday Islands mit einem der 10 schönsten Strände der Welt, 2 Tage Magnetic Island, ein Geheimtipp und 5 Tage Port Douglas, mit einem Besuch des Great Barrier Reefs und des tropischen Regenwaldes!

Morgen früh werden wir aber erstmal um 4 Uhr aufstehen, um das Finale anzuschauen. Wir drücken ganz fest die Daumen! Wir schicken euch viele Grüsse nach Deutschland. Bis bald wieder!

 

 

29.6.08 06:26

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